Ein positives Element des EU-Verfassungsvertrages besteht darin, dass noch nie vorher ein Vertrag so im Gespräch war. Eine weitere positive Initiative waren die Anhörungen im Parlament, auch wenn sie von Sitzung zu Sitzung zeitlich begrenter wurden.
Die transparente, objektive und demokratische Aufklärung und Gesprächsrunden hätten ein zusätzliches positives Element sein können, wurden es aber nicht.
Wurden es aber nicht, da nicht alle implizierten Organisationen eingeladen wurden. Zwei Parteien, welche wesentlich zur Entwicklung unseres Sozialwesens beigetragen haben und zudem auch schon im Parlament vertreten waren, sind zu den Rundtischgesprächen nicht zugelassen, während eine kürzlich entstandene Vereinigung zum Nein, dabei sein darf. Die beiden Parteien wurden nicht zugelassen, mit dem Argument, sie seien ja in der Vereinigung zum Nein eingegliedert, was wissentlich nicht stimmt.
Das erste Rundtischgespräch am Sonntag, dem 8. Mai 2005 in der Ausstellungshalle auf dem Kirchberg, hat des Weiteren eine armselige Vorgehensweise zu Tage gebracht.
Der Vertreter der Grünen bezeichnete die Fragen und EInwände eines Teilnehmers als dumm. So wie auch eine überhebliche und gereizte Vorgehensweise bei verschiedenen Vertretern des Ja am Rundtisch zu verspüren war.
Wenn dies die Art und Weise ist, mit welcher die Zuhörer an den Rundtischgesprächen abgefertigt werden sollen und alle die für das Nein eintreten, als ignorant abgestempelt werden sollen, so als hätten sie keine Kenntnis der Texte, dann täte die Abgeordnetenkammer besser, dieses lächerliche Demokratiegetue abzublasen.
Wenn nicht alle hierzulande vertretenen Parteien in dieser, für unser Land und besonders für ein soziales Europa, wichtigen Debatte zu diesen Tagungen offiziell eingeladen werden, sollten sich alle demokratisch eingestellten Bürger einige Frage stellen, über die Art und Weise, wie diese Regierung die Demokratie der Lächerlichkeit preisgibt.